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WordPress-Wartung ohne Technikstress

Plugins updaten und vorher ein Backup erstellen

Die sichere Reihenfolge ist einfach: Website kurz prüfen, vollständige Sicherung erstellen, Backup kontrollieren, Plugins einzeln aktualisieren und danach die wichtigsten Seiten testen.

1Prüfen 2Sichern 3Updaten 4Testen

Kurzantwort

Erst sichern, dann aktualisieren.

Öffne in WordPress UpdraftPlus, sichere Datenbank und Dateien und prüfe, ob die neue Sicherung unter „Bestehende Sicherungen“ erscheint. Öffne anschließend Dashboard → Aktualisierungen und aktualisiere die Plugins einzeln. Nach jedem wichtigen Update testest du die Website kurz.

Bevor du klickst

Fünf Minuten Vorbereitung sparen später viel Stress

Plane Updates nicht kurz vor einem Webinar, einer Werbekampagne oder einem wichtigen Verkauf. Wähle einen ruhigen Zeitpunkt und öffne die Startseite in einem zweiten Tab. So kannst du nach jedem Schritt sofort vergleichen.

01

Admin-Zugang prüfen

Du solltest dich neu anmelden können und deine Hosting-Zugangsdaten griffbereit haben.

02

Website vorher ansehen

Öffne Startseite, Kontaktformular und die wichtigste Angebotsseite einmal vor dem Update.

03

Zeitfenster wählen

Rechne auch bei wenigen Plugins mit 20 bis 30 Minuten inklusive Sicherung und Kontrolle.

04

Nichts parallel ändern

Bearbeite während der Wartung keine Seiten und bitte auch andere Personen um eine kurze Pause.

Schritt 1

UpdraftPlus öffnen

Melde dich im WordPress-Backend an. In der linken Seitenleiste findest du den Menüpunkt UpdraftPlus. Nach dem Öffnen landest du im Bereich „Sicherung / Wiederherstellung“.

WordPress-Backend mit geöffnetem UpdraftPlus und der Schaltfläche Jetzt sichern
Der blaue Button „Jetzt sichern“ startet den Sicherungsdialog. Links ist UpdraftPlus als aktiver Menüpunkt markiert.
„Nächste geplante Sicherungen“

Hier siehst du, ob und wann Dateien und Datenbank automatisch gesichert werden.

„Bestehende Sicherungen“

Hier müssen fertige Backups erscheinen. Eine bloße Planung ist noch keine Sicherung.

„Jetzt sichern“

Damit erstellst du direkt vor dem Update ein zusätzliches manuelles Backup.

Schritt 2

Ein vollständiges Backup anlegen

Klicke auf „Jetzt sichern“. Im Fenster sollten die ersten beiden Kästchen aktiviert sein: Datenbank und Dateien. Nur zusammen ergeben sie eine brauchbare vollständige Sicherung.

UpdraftPlus-Dialog zum Erstellen einer neuen Sicherung mit ausgewählter Datenbank und ausgewählten Dateien
Beide Häkchen müssen gesetzt sein. Erst der untere Button „Jetzt sichern“ startet das tatsächliche Backup.

Datenbank einschließen

Enthält unter anderem Seiteninhalte, Einstellungen, Benutzer und Formular-Konfigurationen.

Dateien einschließen

Enthält Plugins, Themes, Bilder, Dokumente und weitere Dateien deiner WordPress-Installation.

„Nur manuell entfernen“

Optional: Aktiviere es, wenn dieses Backup nicht automatisch durch Aufbewahrungsregeln gelöscht werden soll.

Schritt 3

Warten und das fertige Backup kontrollieren

Lass den Browser geöffnet, bis UpdraftPlus die Sicherung abgeschlossen hat. Scrolle danach zu „Bestehende Sicherungen“. Die aktuelle Uhrzeit beziehungsweise das aktuelle Datum und alle Bestandteile müssen in einer neuen Zeile sichtbar sein.

Liste bestehender UpdraftPlus-Sicherungen mit Datenbank, Plugins, Themes, Uploads und Wiederherstellen-Button
Eine vollständige Sicherung zeigt mehrere blaue Bestandteile: Datenbank, Plugins, Themes, Uploads und weitere Dateien.
1Datum stimmt

Die oberste Zeile sollte gerade neu entstanden sein.

2Alle Teile sind da

Datenbank, Plugins, Themes und Uploads müssen sichtbar sein.

3Wiederherstellen ist möglich

Der Button bestätigt, dass UpdraftPlus das Sicherungs-Set erkannt hat.

Die roten „Löschen“-Buttons gehören nicht zum normalen Update-Ablauf. Lösche vor einer Wartung kein funktionierendes Backup, nur um Speicherplatz freizugeben.

Schritt 4

Verfügbare Plugin-Updates öffnen

Gehe links zu Dashboard → Aktualisierungen. Oben siehst du den Stand von WordPress, darunter die verfügbaren Plugin-Updates. Lies bei größeren Versionssprüngen den Versionshinweis und achte auf die angegebene WordPress-Kompatibilität.

WordPress-Aktualisierungen mit aktueller WordPress-Version und drei verfügbaren Plugin-Updates
In dieser Ansicht ist WordPress selbst aktuell. Unter „Plugins (3)“ werden die verfügbaren Updates einzeln aufgelistet.

Nicht blind „Alle auswählen“

Aktualisiere als Einsteigerin lieber ein Plugin nach dem anderen und prüfe kurz danach.

Versionssprung beachten

Ein Sprung von Version 4 auf 5 ist eher ein größeres Update als 4.5.5 auf 4.6.0.

„Nicht getestet“ ernst nehmen

Das bedeutet nicht automatisch, dass es nicht funktioniert, aber es verlangt besondere Vorsicht und einen klaren Rückweg.

Schritt 5

Plugins einzeln aktualisieren

Setze das Häkchen bei genau einem Plugin und klicke auf „Plugins aktualisieren“. Warte, bis WordPress den Abschluss bestätigt. Schließe den Tab nicht und lade die Seite während des Updates nicht neu.

  1. Ein Plugin auswählen. Beginne mit einem kleineren, gut kompatiblen Update.
  2. Update starten. Einmal klicken und den Vorgang vollständig abwarten.
  3. Website öffnen. Startseite und eine wichtige Funktion kurz testen.
  4. Nächstes Plugin aktualisieren. Erst weitermachen, wenn alles normal aussieht.

Schritt 6

Nach den Updates: der kurze Funktionstest

„Update erfolgreich“ bedeutet nur, dass WordPress den technischen Vorgang beendet hat. Ob deine Website wirklich funktioniert, prüfst du selbst in einem privaten Browserfenster oder auf einem zweiten Gerät.

01
Startseite öffnen

Lädt die Website normal und sieht sie auf Handy und Computer richtig aus?

02
Wichtige Formulare testen

Funktionieren Kontakt, Anmeldung, Terminbuchung oder Kauf weiterhin?

03
Seiten prüfen

Öffne mindestens Startseite, Angebotsseite und eine weitere wichtige Unterseite.

04
Cache leeren

Wenn du einen Cache nutzt, leere ihn erst nach den Updates und prüfe danach erneut.

05
Fehlermeldungen beachten

Bei weißer Seite, Layoutfehlern oder PHP-Hinweisen nicht weiter updaten.

Wenn etwas schiefgeht

Nicht weiterklicken: erst eingrenzen, dann zurückrollen

A

Weitere Updates stoppen

Je weniger sich nach dem Fehler verändert, desto leichter lässt sich die Ursache finden.

B

Fehler dokumentieren

Mache einen Screenshot und notiere, welches Plugin unmittelbar davor aktualisiert wurde.

C

Cache einmal leeren

Nur wenn das Backend erreichbar ist. Prüfe danach in einem privaten Fenster erneut.

D

Backup wiederherstellen

In UpdraftPlus unter „Bestehende Sicherungen“ das Backup von vor dem Update wählen und alle benötigten Teile zurückspielen.

Für die Zukunft

Aus der Einzelaktion eine sichere Routine machen

Eine wöchentliche Wartungszeit ist meist besser als monatelang Updates zu sammeln. Prüfe dabei nicht nur rote Update-Zahlen, sondern auch Backup-Erfolg, Speicherplatz und Website-Funktion.

WöchentlichUpdates ansehen und Backups kontrollieren
Vor jedem größeren UpdateManuelles vollständiges Backup erstellen
MonatlichExternen Speicher und Wiederherstellungsweg prüfen
Nach jeder WartungStartseite, Formulare und Kernangebot testen

Häufige Fragen

WordPress-Updates und Backups einfach erklärt

Muss ich vor jedem WordPress-Plugin-Update ein Backup erstellen?

Vor kleinen Updates geht es oft gut, trotzdem ist ein aktuelles vollständiges Backup die sicherste Routine. Besonders wichtig ist es vor mehreren Updates, größeren Versionssprüngen sowie Updates von Page Buildern, Shops, Formularen oder Sicherheits-Plugins.

Welches Backup-Plugin wird in dieser Anleitung verwendet?

Die Screenshots zeigen UpdraftPlus. Das Plugin sichert Datenbank und Dateien und kann vorhandene Sicherungen wiederherstellen. Die genaue Oberfläche kann je nach Version leicht anders aussehen.

Was muss ein vollständiges WordPress-Backup enthalten?

Mindestens die Datenbank und alle Website-Dateien. Dazu gehören Plugins, Themes, Uploads und weitere WordPress-Dateien. Nur die Datenbank oder nur die Bilder reichen für eine vollständige Wiederherstellung nicht aus.

Wo sollte ein WordPress-Backup gespeichert werden?

Nicht ausschließlich auf demselben Server wie die Website. Sinnvoll ist zusätzlich ein externes Ziel, zum Beispiel Google Drive, Dropbox, OneDrive oder ein anderer kompatibler Remote-Speicher. So bleibt die Sicherung erhalten, wenn der Webserver ausfällt.

Soll ich alle Plugins gleichzeitig aktualisieren?

Für Einsteigerinnen ist ein Plugin nach dem anderen sicherer. So kannst du nach jedem Update kurz prüfen und weißt bei einem Fehler sofort, welches Update wahrscheinlich die Ursache war.

Was mache ich, wenn die Website nach einem Update nicht mehr funktioniert?

Stoppe weitere Updates, leere nicht wahllos Daten und dokumentiere die Fehlermeldung. Wenn du noch ins Backend kommst, kann die vorher erstellte UpdraftPlus-Sicherung wiederhergestellt werden. Bei einer komplett unerreichbaren Website sollte Hosting- oder Technik-Support helfen.

Wie oft sollte WordPress gewartet werden?

Prüfe eine normale Unternehmenswebsite mindestens wöchentlich auf Updates und kontrolliere zusätzlich, ob automatische Backups erfolgreich laufen. Bei Shops, Mitgliederbereichen oder stark frequentierten Websites kann eine häufigere Kontrolle sinnvoll sein.

Kann ich automatische Plugin-Updates aktivieren?

Ja, aber nicht jedes Plugin ist dafür gleich geeignet. Automatische Updates sind nur dann wirklich sicher, wenn automatische externe Backups, eine Erfolgskontrolle und ein klarer Wiederherstellungsweg eingerichtet sind.